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Perry Rhodan 2500 (PR2500) liegt vor mir.

Oktober 17th, 2009 Marco Leave a comment Go to comments

Perry Rhodan 2500 - Projekt Saturn
Ein Ereignis.

Mein erstes PR-Heft seit 24 Jahren. Mit 10, 11, 12 Jahren habe ich die Hefte bis ca. Nummer 300 verschlungen , als Antiquariat für ein paar Pfennige das Heft. Dann nochmals Heft 1000, und kurz bei der Endlosen Armada reingeschaut. Und dann Pause.

Also mal sehen, was der alte Perry so in den letzten Jahren angestellt hat.
Cover ist gut. Das ist wohl PR wie er mit einer bewaffneten Latina voller Elan auf den Saturn-Ringen steht und sie gemensam einer glorreichen Zukunft entgegenblicken. Ein extra dickes Heft (Doppelausgabe), wie es sich für ein rundes Jubiläum ja auch ziemt. Titel: Projekt Saturn.

Offenbar ist die alte Crew noch zusammen. Der putzige Mausbiber Gucky ebenso wie der noch immer aufbrausende und nach 3.000 Jahren nicht weise gewordene Reginald Bull sowie der noch immer unglaublich weise und unglaublich starke vierarmige Haluter Icho Tolot, das macht den Einstieg für mich einfach. Perrys Braut ist die junggebliebene Dame vom Cover, eine Mondra Diamond, die bereits 200 Jahre auf dem Buckel hat – also offensichtlich eine gute Hautcreme kennt.

Die Geschichte erzählt wechselnd aus der Perspektive von Perry und Mondra wie die Menschen, einen Weltraumbahnhof einer hochentwickelten Spezies finden, der den Zugang zu weit entfernten Galaxien verspricht, einen Zugang den die Menschen früher hatten und aufgrund des Hyperimpedanzschocks verloren haben (guter Schachzug der Autoren, um die Menschen auch nach 2500 Heften nicht zu allmächtig zu machen). Da der mit Heft 2500 beginnende Storyzyklus nach dem Stardust-Sonnensystem benannt ist, einem unerreichbar weit entfernt erscheinenden Zufluchtsort, wohin ein paar hundert Millionen Menschen vor 100 Jahren geflohen sind, wird dieser galaktische Polyport-Hof dann wohl so eine Verbindung herstellen.

Allerdings nicht sofort, da eine aggressive Frequenz-Monarchie das Polyport-Netz mit Unmengen von Clonsoldaten überrennt. Diese Frequenz-Monarchie gilt als technisch dem Menschen weit überlegen, das merkt man aber nicht, beschränkt sich die militärische Bodenoffensive doch auf ein lebensverachtendes Überrennen des Gegners durch die schiere Anzahl wilder Soldaten – was Perry und der vom Mond per Funk zugeschaltene Supercomputer Nathan (auch ein alter Bekannter) natürlich nicht nur auskontern, sondern in einer Überraschungsaktion sogar der Frequenz-Monarchie einen weiteren Hof abnehmen, was die dem Menschen noch immer ureigene Frechheit und Unbeugsamkeit belegt.

Doof gelaufen für die Frequenz-Monarchie und insbesondere den verantwortlichen Frequenz-Folger, der natürlich ob dieser Schmach auf Rache sinnt, die er wohl in den nächsten Heften mit noch mehr Clonsoldaten kalt servieren wird.

Überaschend für mich - und damit durchaus eine Qualitätsmerkmal - ist das Opfer der Menschen in diesem Band. Zwei tolle Charaktere fallen ziemlich unerwartet – man kann sich also nicht darauf verlassen, dass niemandem etwas passiert. Gut so. Das hält die Spannung.

Schließlich endet die Story mit dem Erschienen der völlig überforderten Herren des Polyport-Netzes, den Halbspur-Changeuren. Diese können der Frequenz-Monarchie nichts entgegen stellen, und hoffen jetzt auf die Menschheit. Wie immer scheut Perry kein persönliches Risiko und der Führer der Menschen und Erbe des Universums folgt dem Halbspur-Changeur nur in Begleitung von Mondra und Icho Tolot durch das Polyport-Netz in eine unbekannte Richtung und eine ungewisse Zukunft.

Zwischendurch zeichnet sich im Übrigen in einem Zwischenspiel der mal wieder hilflosen Superintelligenz ES und ihres Boten ab, dass große Bedrohungen ihren Schatten auf die Menschheit und das Universum werfen:

Und ES, der nicht frieren kann, fröstelt, als er an die Aufgabe denkt, die
vor Perry Rhodan liegt …

Ein klasse Einstand für mich. Ich bin sofort wieder Feuer und Flamme. Viel Action, liebenswerte Charaktere, viele rätselhafte Bezüge in die Vergangenheit und die Ankündigung einer bewegenden großen Geschichte. Gut erzählt vom Autor Frank Borsch.

Ich freue mich auf PR2501.

PS: Es gibt eine Leseprobe zu PR2500

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